Brillenpinguin

Brillenpinguin

Pinguine in Afrika? Können Pinguine überhaupt in Afrika leben?

Tatsächlich gibt es auf dem afrikanischen Kontinent eine eigene Pinguinart – den Brillenpinguin – der in den Gewässern des südlichen Afrikas lebt.

Zusätzlich zu seinen charakteristischen, schreienden Lautäußerungen ist dieser Vogel an einem langen schwarzen Streifen auf Brust und Rücken und Flecken auf seiner weißen Brust und seinem Bauch zu erkennen. Jeder Pinguin hat sein eigenes einzigartiges Fleckenmuster, ähnlich wie Zebrastreifen oder menschliche Fingerabdrücke.

Wie seine Artgenossen ist der Brillenpinguin ein sehr kleines Tier, das als Erwachsener bis zu 70 Zentimeter groß und zwischen 2 und 5 Kilogramm schwer wird.

Dieser Meeresvogel hält sich normalerweise in einem Umkreis von 40 km von der Küste auf und kommt an Land, um zu brüten, sich zu mausern und sich auszuruhen. Im Gegensatz zu anderen Pinguinarten, die zum Brüten und Fressen große Entfernungen zurücklegen müssen, lebt der Brillenpinguin das ganze Jahr über in der Nähe seiner Brutplätze und hält sich normalerweise im Umkreis von 400 km auf.

Es ist bekannt, dass diese Art auf 25 Inseln und vier Festlandstandorten in Namibia und Südafrika brütet, obwohl sie bis nach Gabun und Mosambik im Norden gesichtet wurde. (Manchmal schwimmen sie auf der Suche nach Nahrung weiter von ihren Brutstätten weg, welche typischerweise Sardinen, Sardellen und andere kleine Fischschwärme beinhaltet.)

Heutzutage schwimmt dieser erfahrene Schwimmer möglicherweise weiter als gewöhnlich. Das liegt daran, dass die Brillenpinguinpopulation in den letzten Jahrzehnten rapide zurückgegangen ist, hauptsächlich aufgrund von Nahrungsmittelknappheit infolge der kommerziellen Fischerei.

Andere Bedrohungen sind das Sammeln von Eiern und Guano, die die Vögel zum Nestbau verwenden, das versehentliche Einfangen in Fischernetzen und Ölverschmutzungen. Allein zwei einzelne Ölkatastrophen in den Jahren 1994 und 2000 töteten 30.000 Pinguine. Da sich der gesamte Lebensraum des Brillenpinguins in der Nähe bestehender oder geplanter Häfen befindet, sind die verbleibenden 50.000 Vögel gefährdet.

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